Die hundesitzige Stellung wird von gesunden
Tieren nur kurzfristig vor dem Aufstehen eingenommen. Längeres
verharren in dieser Stellung ist als Ersatzhandlung für beabsichtigtes
Stehen zu werten, welches als Folge von Stüzbeinlahmheiten und
anderen Störungen der Hintergliedmassen erschwert oder unmöglich
ist. Der Hundesitz kann auch durch ungeeignete Stallsysteme bedingt
sein. Oft entstehen durch vermehrtes Sitzen Hilfsschleimbeutel am Sprunggelenk
und gerötete, haarlose Stellen an der Sitzbeinmuskulatur.
Charakteristisch für hochgradige Schmerzen
ist das Stehen auf den gebeugten Karpalgelenken, wobei manchmal noch
der Unterkiefer aufgestützt wird. Einerseits dient diese Stellung
der Entlastung der Hintergliedmassen, andrerseits kann sie aber auch
durch Schmerzen distal der Carpalgelenke ausgelöst werden.
Im Stehen beurteilt man auch die gleichmässige
Belastung aller Gliedmassen. Bei Schmerzen an mehreren Gliedmassen kann
man ein Tippeln, eine verkrampfte Haltung oder Muskeltremor beobachten
oder bei starken Schmerzen sogar einen aufgekrümmtem Rücken
mit untergestellten Gliedmassen, was von Schmerzen im Abdomen abzugrenzen
ist.